- Bausteine
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Bausteine sind Datenstrukturen, Datenformate und Codelisten eines Standards, die mehrfach verwendet werden können. Die XÖV-Modellierungssprache bietet die Sprachelemente
Nachricht, allgemeinerDatentypundCode-DatentypsowieGlobale EigenschaftundGlobale Eigenschaftengruppezur Spezifikation von Bausteinen in einem {xfm} an. Ergänzend zu den mit der XÖV-Modellierungssprache angebotenen Sprachelementen kann ein (XÖV-)Standard zudem das Konzept Codeliste zur Spezifikation eines Bausteins nutzen. - Bestandteile eines XÖV-Standards
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Die Bestandteile eines XÖV-Standards sind definiert als die durch das Standardisierungsvorhaben erzeugten und bereitgestellten Ergebnisse zum Standard. Ein XÖV-Standard kann aus beliebig vielen Bestandteilen bestehen. Bestimmte Arten von Bestandteilen, wie beispielsweise die XSD-Schemas und das Spezifikationsdokument eines {st}s sind jedoch obligatorisch.
Die zentralen Bestandteile eines Standards werden automatisiert aus dem {xfm} generiert. Ergänzende, insbesondere dokumentatorische Bestandteile werden darüber hinaus manuell erstellt.
Das XÖV-Fachmodell selbst ist nach dieser Definition nicht Bestandteil des Standards.
- Codeliste
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Eine Codeliste ist eine Liste von Codes und der Beschreibung ihrer jeweiligen Bedeutung. Die Bedeutung von Codes kann dabei beispielsweise in Form von Namen (Augsburg, Bremen, München, etc.), Begrifflichkeiten (ledig, verheiratet, geschieden, etc.) oder Statusbeschreibungen (Antrag übermittelt, Antrag empfangen, Antrag unvollständig, etc.) vorliegen. In der Datenübermittlung werden Codelisten eingesetzt, um die für einen bestimmten Übermittlungskontext relevanten Sachverhalte eindeutig zu bezeichnen und in der erforderlichen Form zu beschreiben. Im XÖV-Kontext werden Codelisten verwendet, welche konform zum Codelisten-Handbuch ausgestaltet sind.
- Codelisten-Editor
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Der Codelisten-Editor steht als Web-Anwendung im XRepository zur Verfügung und ermöglicht das Erstellen, Bearbeiten und Validieren von Codelisten.
Weitere Informationen hierzu finden Sie auf https://www.xrepository.de/cms/hilfe.html#funktionenCLEditor.
- Codelisten-Fachmodell
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Ein Codelisten-Fachmodell und seine Inhalte sind gemäß der XÖV-Modellierungssprache und den zugehörigen XÖV-Notationen spezifiziert und konform zu den Regelungen des Codelisten-Handbuchs. Notationen zur Erstellung und Pflege eines Codelisten-Fachmodells sind die XÖV-Notation
classicund die des OASIS-StandardsGenericode. - Codelisten-Handbuch
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Mit dem Codelisten-Handbuch wird allen an der Herausgabe und Nutzung von Codelisten Beteiligten eine gemeinsame Basis für eine transparente, qualitätsgesicherte und letztendlich effiziente Ausgestaltung ihrer Aufgaben und Prozesse geboten. Diese gemeinsame Basis wird gebildet durch den im Codelisten-Handbuchs dokumentierten "Standard zur Herausgabe und Nutzung von Codelisten". Die mit dem Standard gegebenen Konformitätskriterien bilden die messbare Grundlage für die Feststellung der Konformität einer Codeliste zu den Vorgaben des Codelisten-Handbuchs.
Weitere Informationen hierzu finden Sie auf https://docs.xoev.de/codelistenhandbuch/übersicht
- Datenmodell-Syntax
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Eine Datenmodell-Syntax (kurz DM-Syntax) ist eine XÖV-konforme technische Ausprägung der Bausteine eines Etablierten Datenmodells. Die Bausteine einer DM-Syntax werden als XÖV-Bausteine in der XÖV-Bibliothek zur Verwendung im eigenen XÖV-Fachmodell bereitgestellt.
- Dokumentationsbestandteile eines XÖV-Standards
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Zu den obligatorischen Dokumentationsbestandteilen eines XÖV-Standards gehören das Spezifikationsdokument (zu jeder Version des Standards) und ein Pflegekonzept (versionsunabhängig). Weitere Dokumentationsbestandteile zum Standard und/oder seiner Versionen sind möglich.
- Entwurfsphase
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Die Entwurfsphase stellt die erste Phase des XÖV-Entwicklungsprozesses dar, in der die Erfassung und Abbildung aller initial relevanten Informationen zum Standard und zu den geplanten Datenübermittlungsszenarien für Neu- und Bestandsvorhaben erfolgt. Auf die Entwurfsphase folgt die Spezifikationsphase.
- Etabliertes Datenmodell
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Ein Etabliertes Datenmodell wird im XÖV-Kontext verstanden als technologieunabhängiger, fachübergreifender Datenstandard, der grundlegende Datenbausteine zur Spezifikation eigener Daten und Datenstrukturen definiert. Etablierte Datenmodelle werden nicht als Produkte des XÖV-Rahmenwerks betrieben, sondern unterliegen einem separaten fachlichen Betrieb mit verantwortlichen Herausgebern und individuellen rechtlichen Verbindlichkeiten.
Inhalte zu Etablierten Datenmodellen werden in der Form von Datenmodell-Syntaxen in der XÖV-Bibliothek zur Nutzung bereitgestellt.
- Fachmodell
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Das Fachmodell eines Standards ist die Summe der in der Entwurfsphase erhobenen Informationen zu den Datenübermittlungsszenarien und den Metadaten des Standards und seiner Version.
- Herausgeber
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Der Herausgeber einer Codeliste oder eines Standards ist eine Person oder eine Organisation. Sie ist verantwortlich für die fachlichen Inhalte, deren technische Ausgestaltung und der Fortschreibung des Standards.
- Inhalt
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Die Ergebnisse, welche ein XÖV-Vorhaben einerseits produziert und bereitstellt andererseits selbst nutzt, stellen Inhalte unterschiedlicher Art dar. Zentrale Inhaltsarten sind
StandardundCodeliste. Diese können mit den Mitteln des XÖV-Standardisierungsrahmens und seiner Produkte erstellt und verarbeitet werden. Im XÖV-Umfeld besitzt jeder Inhalt eine eindeutige Kennung und wird durch einen festgelegten Satz von Metadaten beschrieben. Beide sind versionsübergreifend gültig, im Kontrast zu den Angaben in der konkreten Version eines Inhalts.Inhalte sowie zugehörige Dokumente, die eine versionsübergreifende Bedeutung haben (z. B. ein Pflegekonzept), werden im XRepository bereitgestellt.
Weitere Informationen zur Bereitstellung von Inhalten sind im XRepository gegeben.
- Kennung
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Für die eindeutige und bereichsübergreifende Identifikation von Codelisten und Standards sowie deren Versionen werden im XÖV-Kontext Kennungen auf der Basis der allgemeinen URN-Syntax genutzt. Eine detaillierte Darstellung der Regelungen zur Bildung von Kennungen ist unter [a:kennungen] gegeben.
- Metadaten
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Die systematische Nutzung von den im XÖV-Kontext betrachteten Standards und Codelisten erfordert deren Beschreibung in Form von sogenannten Metadaten. Metadaten sind in diesem Zusammenhang beispielsweise der Name, die Beschreibung oder die Kennung eines XÖV-Standards. Die Verwendung von Metadaten ist für XÖV-Standards und deren Versionen im XÖV-Handbuch und für Codelisten und deren Versionen im Codelisten-Handbuch geregelt.
- Modellierung
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Modellierung ist das Entwickeln und Fortschreiben von konsistenten Informationen zu einem Standard und seinen {düzen} in einer oder mehreren Modellierungssprachen und -notationen.
- Modellierungswerkzeug
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Ein Modellierungswerkzeug ermöglicht die praktische Erstellung und Fortschreibung eines Fachmodells bzw. XÖV-Fachmodells. Die Wahl des Modellierungswerkzeugs ist abhängig von der eingesetzten Notation der XÖV-Modellierungssprache. Für die Notation
classicwerden derzeit die Modellierungswerkzeuge "MagicDraw" und "Eclipse Papyrus" unterstützt. Für die Notationlitewerden mit der XÖV suite ein webbasiertes Werkzeug und mit XML-Editoren wie "Oxygen XML Editor" lokale Modellierungswerkzeuge durch den {str} unterstützt.Detaillierte Informationen zu den aktuell unterstützten Versionen und Editionen dieser Modellierungswerkzeuge finden Sie in der über die XÖV-Dokumentationsplattform bereitgestellten FAQ zu diesem Thema.
- Pflegekonzept
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Ein Betriebskonzept bzw. Pflegekonzept definiert Ziele, Aufgaben, Verantwortungen und Rollen für den Betrieb eines XÖV-Standards und seiner Bestandteile. Es schafft so Transparenz und Klarheit bzgl. der Entwicklung und Pflege des Standards für alle Beteiligten und Betroffenen.
Das Plegekonzept eines Standards benennt neben den zur Durchführung des Betriebs notwendigen Aufgaben und hierzu benötigten Rollen und Verantwortlichkeiten ebenso die für den Betrieb zuständige Stelle sowie grundlegende Aussagen zur Finanzierung.
- Produktionsphase
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Die Produktionsphase stellt die letzte Phase des XÖV-Entwicklungsprozesses dar, in der die Prüfung und Übersetzung des XÖV-Fachmodells in die Bestandteile des XÖV-Standards erfolgt.
- Semantik
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Die Semantik definiert – in Abgrenzung zur Syntax – die Bedeutung von Zeichen, Wörtern und Sätzen einer Sprache und in diesem Zusammenhang schließlich die Bedeutung von Bausteinen, Eigenschaften und Werten eines Datenmodells. Die Bedeutung eines konkreten XÖV-Fachmodells hinsichtlich der sich daraus ergebenden Bestandteile des Standards ergibt sich auf Basis der eindeutigen XÖV-Modellierungssprache. Die Bedeutung der in einem XÖV-Fachmodell spezifizierten fachlichen Inhalte ergibt sich wiederum auf der Basis der gewählten Namen und vergebenen Dokumentation der Bausteine und ihrer Eigenschaften.
- Spezifikationsdokument
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Das Spezifikationsdokument ist ein obligatorischer Dokumentationsbestandteil jeder Version eines XÖV-Standards, in dem alle Informationen enthalten sind, die für das Verständnis und die Umsetzung des Standards erforderlich sind. Hierfür werden neben den Metadaten des Standards und seiner Version insbesondere dessen {düzen} sowie die zugehörigen fachlichen und technischen Inhalte eindeutig und im Detail beschrieben.
- Spezifikationsphase
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Die Spezifikationsphase stellt die zweite Phase des XÖV-Entwicklungsprozesses dar, in der die Konkretisierung von Anforderungen, die Modellierung von Informationen im XÖV-Fachmodell und die Dokumentation von Inhalten erfolgt. Auf die Spezifikationsphase folgt die Produktionsphase.
- Sprachelemente der XÖV-Modellierungssprache
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Die XÖV-Modellierungssprache definiert mit ihren Sprachelementen eine Reihe von fachlichen Konzepten, hinsichtlich ihrer Semantik, ihrer Eigenschaften und zugehöriger Regelungen. Sprachelemente werden zur Spezifikation von Informationen in einem {xfm} verwendet. Beispiele für Sprachelemente der {ms} sind
Metadaten,Nachricht,XSD-SchemaundDatentyp. - Syntax
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Die Syntax definiert den gültigen Einsatz und Aufbau der Bestandteile einer Sprache, z. B. zu Wörtern und Sätzen, und in diesem Zusammenhang den möglichen Aufbau und inhaltlichen Ausbau eines XÖV-Fachmodells sowie schließlich den möglichen Auf- und Ausbau von Nachrichten zur Datenübermitlung. Die Bedeutung syntaktisch gültiger Konstrukte für Mensch und/oder Maschine ergibt sich wiederum aus ihrer über die eingesetzte Sprache definierte Semantik.
- technische Bestandteile des Spezifikationsdokuments
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In der Produktionsphase wird ein wesentlicher Anteil der technischen Bestandteile zur Dokumentation des Standards automatisiert aus dem {xfm} generiert. Hierbei handelt es sich um Teildokumente (zum Beispiel im OASIS DocBook-Format), die um manuell geschriebene Teildokumente ergänzt und zu einem Gesamtdokument zusammengesetzt werden. Das Gesamtdokument wird daraufhin automatisiert in das Spezifikationsdokument, z. B. im PDF-Format, überführt.
- Version eines Inhalts
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Eine Version eines Inhalts wird im XRepository zu dem jeweiligen Inhalt bereitgestellt. Sie besteht aus einer Reihe von Dateien, die den Entwicklungs- bzw. Fortschreibungsstand des Inhalts wiedergeben und diesen in unterschiedlichen Formaten zum Bezug abbilden.
Ein konkreter Stand der Entwicklung bzw. Fortschreibung eines Inhalts wird als Version des Inhalts bezeichnet, die mittels einer im Kontext des Inhalts eindeutigen Versionsbezeichnung, z. B. "2.0", gekennzeichnet wird.
Die Version eines Inhalts besitzt zur übergreifend eindeutigen Identifikation eine Versionskennung bestehend aus der Kennung des Inhalts und der Versionsbezeichnung sowie weitere versionsspezifische Metadaten, wie Angaben zur Gültigkeit oder Informationen zu Änderungen, die sich gegenüber der Vorversion ergaben.
- XGenerator
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Der XGenerator führt die Prüfung des XÖV-Fachmodells und die Generierung der Bestandteile eines XÖV-Standards aus dem XÖV-Fachmodell automatisiert durch. Die Vorgaben zur konkret durchzuführenden Prüfung und Generierung erhält der XGenerator mit den XÖV-Prüfanweisungen und XÖV-Übersetzungsanweisungen, die mit der XÖV-Produktionsumgebung bereitgestellt werden. Bei dem XGenerator handelt es sich um ein Produkt des XÖV-Standardisierungsrahmens.
Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der XÖV-Dokumentationsplattform unter XGenerator.
- XRepository
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Das XRepository ist die Distributionsplattform des XÖV-Standardisierungsrahmens. Es unterstützt die Prozesse der Entwicklung und Bereitstellung eines Standards, seine XÖV-Zertifizierung wie auch seine operative Nutzung. Alle Bestandteile eines XÖV-Standards sowie die für den Datenaustausch notwendigen Artefakte wie Codelisten können über das XRepository bereitgestellt und bezogen werden.
Weitere Informationen hierzu finden Sie auf http://www.xrepository.de.
- XSD-Schema
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Ein XSD-Schema ist ein Schema der "XML Schema Definition Language" (kurz XSD) des World Wide Web Consortiums (W3C), mit dem die Strukturen und Inhalte von XML-Dokumenten geregelt werden. Jedes XSD-Schema beschreibt einen eindeutigen Namensraum und kann dabei aus mehreren XSD-Schema-Dateien bestehen.
XSD-Schemas sind zentrale Bestandteile eines XÖV-Standards. Sie dienen insbesondere der technischen Implementierung des Standards, z. B. dem Aufbau der Grundstrukturen eines Fachverfahrens und der Validierung aus- und eingehender Nachrichten.
- W3C-Datentypen
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Die Spezifikation der "XML Schema Definition Language" (kurz XSD) des World Wide Web Consortiums (W3C) definiert grundlegende Datentypen, wie date und string, auf die alle weiteren Datentypen eines XÖV-Standards direkt oder indirekt aufbauen. Sie stehen über die XÖV-Produktionsumgebung zur direkten Nutzung in einem XÖV-Fachmodell zur Verfügung.
- XÖV
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XÖV steht für "XML in der Öffentlichen Verwaltung".
- XÖV-Dokumentationsplattform
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Auf der XÖV-Dokumentationsplattform (XÖV docs) werden die Inhalte und Informationen zum XÖV-Standardisierungsrahmen, seiner Produkte und Releases sowie zu deren Betrieb und Support bereitgestellt.
Die Plattform finden Sie unter https://docs.xoev.de.
- XÖV Good Practice
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Good Practices sind Hinweise auf in der Praxis bewährte Namens- und Entwurfsmuster. Diese Hinweise sind ausschließlich als Empfehlungen auf mögliche Umsetzungsvarianten zu verstehen und sind nicht zertifizierungsrelevant.
- XÖV-Notation
classic -
Die XÖV-Notation
classicist eine XÖV-Notation der XÖV-Modellierungssprache zur Spezifikation von {xfm}en und XÖV-konformen Codelisten-Fachmodellen. Sie basiert auf dem OMG/ISO Standard "Unified Modeling Language" (kurz UML) und erfordert die Nutzung eines UML-Modellierungswerkzeugs. - XÖV-Notation
lite -
Die XÖV-Notation
liteist eine XÖV-Notation der XÖV-Modellierungssprache zur Spezifikation von {xfm}en. Sie ist rein XML-basiert. Damit handelt es sich bei einem XÖV-Fachmodell in der Notationliteum ein XML-Dokument, das eine gültige Instanz des mit der XÖV-Produktionsumgebung bereitgestellten lite-XSD-Schemas ist. - XÖV-Bausteine
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XÖV-Bausteine sind Bausteine, die durch die XÖV-Koordination originär betrieben bzw. konsolidiert und zur Nutzung in XÖV-Standards bereitgestellt werden. Alle XÖV-Bausteine, ausgenommen die XÖV-Codelisten, werden mit der XÖV-Bibliothek bereitgestellt. XÖV-Codelisten werden demgegenüber wie alle weiteren Codelisten über das XRepository bereitgestellt.
- XÖV-Bibliothek
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Die XÖV-Bibliothek stellt für alle XÖV-Vorhaben den zentralen Bezugspunkt für die XÖV-Bausteine dar, ausgenommen die XÖV-Codelisten, welche im XRepository bereitgestellt werden. Sie erlaubt damit eine einheitliche Einbindung und Nutzung der XÖV-Datentypen und globalen Eigenschaften(gruppen) inklusive der Inhalte zu etabliertern Datenmodellen in XÖV-Standards.
Veröffentlicht wird die XÖV-Bibliothek, den XÖV-Prinzipien zur Entwicklung von Standards folgend, in der Form eines Modells, welches in XÖV-Fachmodelle als externes Modell eingebunden wird.
Weitere Informationen hierzu finden Sie auf https://docs.xoev.de/bibliothek/übersicht.
- XÖV-Codeliste
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Eine XÖV-Codeliste ist eine zum Codelisten-Handbuch konforme Codeliste, die durch die XÖV-Koordination betrieben und bereitgestellt wird. Aus inhaltlicher Sicht werden mit den XÖV-Codelisten insbesondere etablierte internationale Normen wie beispielsweise die ISO 3166 (Staaten) oder ISO 639 (Sprachen) umgesetzt, um deren Nachnutzung im XÖV-Kontext zu harmonisieren.
- XÖV-Datentypen und globale Eigenschaften(gruppen)
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XÖV-Datentypen und globale Eigenschaften(gruppen) stellen fundamentale, meist fachunabhängig nutzbare XÖV-Bausteine dar, deren Einsatz in unveränderter Form in allen XÖV-Standards vorgesehen ist. Sie liegen als XML-Datentypen, globale XML-Elemente, XML-Attribute und XML-Gruppen in veröffentlichten XSD-Schemas vor und stehen in der XÖV-Bibliothek zur direkten Nutzung in einem XÖV-Fachmodell zur Verfügung.
- XÖV-Fachmodell
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Ein XÖV-Fachmodell und seine Inhalte sind gemäß der XÖV-Modellierungssprache und den zugehörigen XÖV-Notationen spezifiziert und konform zu den XÖV-Namens- und Entwurfsregeln. Es hält alle Informationen, die für die automatisierten Erstellung der obligatorischen Bestandteile eines XÖV-Standards mittels XGenerator und XÖV-Produktionsumgebung erforderlich sind.
- XÖV-Handbuch
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Das Handbuch zur Entwicklung XÖV-konformer Standards (kurz XÖV-Handbuch) umfasst alle für ein XÖV-Vorhaben relevanten Informationen zum XÖV-Standardisierungsrahmen. In ihm sind neben den XÖV-Regelungen und -Vorgaben das XÖV-Angebot in Form von Bausteinen, Infrastrukturkomponenten und Werkzeugen sowie die Methodik zur Nutzung des Angebots beschrieben. Das XÖV-Handbuch richtet sich an alle Fach- und Führungskräfte, die Vorhaben zur Entwicklung von Datenübertragungsstandards in der öffentlichen Verwaltung begleiten, bearbeiten oder verantworten.
Weitere Informationen hierzu finden Sie auf https://docs.xoev.de/xoev-handbuch/übersicht.
- XÖV-Konfiguration
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Eine Voraussetzung für die Erstellung eines XÖV-Standards ist die Verwendung einer gültigen XÖV-Konfiguration. Diese besteht, ausgehend von einer bestimmten Version des XÖV-Handbuchs, aus einer Kombination von XÖV-Produktionsumgebung, XGenerator und Codelisten-Handbuch in kompatiblen Versionen.
Die Übersicht der aktuell gültigen Konfigurationen ist auf der XÖV-Dokumentationsplattform veröffentlicht unter https://docs.xoev.de/konfigurationen/übersicht.
- XÖV-Konformität
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Die XÖV-Konformität eines Standards wird im Rahmen der XÖV-Zertifizierung durch die XÖV-Koordination festgestellt. Sie stellt ein Qualitätsmerkmal eines XÖV-Standards dar, das die Einhaltung der XÖV-Konformitätskriterien bescheinigt.
- XÖV-Konformitätskriterien
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XÖV-Konformitätskriterien sind konkrete Prüfkriterien, die ein XÖV-Standard erfüllt. Sie sind in die vier Bereiche "Bereitstellungspflichten", "Auskunftspflichten der Standardentwickler und -betreiber", "Wiederverwendung der XÖV-Bausteine" sowie "Technische Kriterien" unterteilt. Dabei werden dabei die Verbindlichkeitsstufen
MUSSundSOLLunterschieden. - XÖV-Koordination
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Die XÖV-Koordination ist im Auftrag des IT-Planungsrats Herausgeberin des XÖV-Standardisierungsrahmens. Dies umfasst sowohl die Herausgabe und den Betrieb zugehöriger Regelungen, Bausteine, Werkzeuge und Infrastrukturkomponenten als auch die Betreuung von XÖV-Vorhaben inklusive der XÖV-Zertifizierung von Standards. Die Aufgaben der XÖV-Koordination werden derzeit durch die KoSIT wahrgenommen.
- XÖV-Modellierung
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XÖV-Modellierung ist die Spezifikation von Informationen zu einem Standard oder einer Codeliste mit den Mitteln der XÖV-Modellierungssprache in ein XÖV-Fachmodell oder ein XÖV-konformes Codelisten-Fachmodell.
- XÖV-Modellierungssprache
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Die XÖV-Modellierungssprache setzt sich aus den Modellierungssprachen zur Spezifikation von XÖV-Fachmodellen und von XÖV-konformen Codelisten zusammen, die mit dem XÖV-Handbuch und dem Codelisten-Handbuch beschrieben sind. Mit den XÖV-Notationen
classicundlitewerden zwei Alternativen zur Spezifikation von {xfm}en angeboten. Für den Bereich Codelisten kann die XÖV-Notationenclassicoder die des OASIS-Standards Genericode genutzt werden. - XÖV-Namens- und Entwurfsregeln
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Die XÖV-Namens- und Entwurfsregeln (siehe [ii:ndr]) lenken die technische Ausgestaltung eines XÖV-Standards während seiner Spezifikationsphase, in der das Fachmodell des Standards in ein XÖV-Fachmodell überführt wird. Ihre Berücksichtigung wird durch das Konformitätskriterium „K-10 (MUSS): Einhaltung der XÖV-Namens- und Entwurfsregeln“ gefordert.
- XÖV-Notation
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Die Spezifikation von Informationen zu einem Standard oder einer Codeliste mit den Mitteln der XÖV-Modellierungssprache muss in einer konkreten XÖV-Notation erfolgen. Mit den XÖV-Notationen
classicundlitewerden zwei gleichberechtigte Alternativen für den Bereich der Spezifikation von XÖV-Fachmodellen angeboten. XÖV-konforme Codelisten-Fachmodelle können in der Notationclassicoder mit der Notation des OASIS-Standards Genericode spezifiziert werden. - XÖV-Produkt
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XÖV-Produkte sind einzelne oder zusammengefasste Komponenten des XÖV-Standardisierungsrahmens, wie beispielsweise der XGenerator, die XÖV-Produktionsumgebung oder das XÖV-Handbuch. Auf der XÖV-Dokumentationsplattform werden neben grundlegenden Informationen zu allen XÖV-Produkten auch Informationen zum Bezug und der Release-Planung gegeben.
- XÖV-Produktionsumgebung
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Die XÖV-Produktionsumgebung (kurz XÖV-PU) stellt die zentrale Umgebung dar, in der die Inhalte eines XÖV-Standards spezifiziert und produziert werden. Sie umfasst auf der einen Seite die Inhalte zur Verwendung der XÖV-Modellierungssprache in der Notation
classicundlite. Auf der anderen Seite bringt sie alle Informationen mit, auf deren Basis das XÖV-Fachmodell automatisiert geprüft und übersetzt werden kann.Die XÖV-PU wird analog und konsistent zum XÖV-Handbuch fortgeschrieben und über die XÖV-Dokumentationsplattform in unterschiedlichen Editionen für jede XÖV-seitig unterstützte Modellierungsumgebung bereitgestellt.
- XÖV-Profil
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Das XÖV-Profil ist Teil der XÖV-Produktionsumgebung und dient der Anwendung der XÖV-Notation
classic. In diesem Rahmen umfasst es die XÖV-Stereotypen und W3C-Datentypen zur Nutzung im UML-basierten XÖV-Fachmodell. Darüber hinaus enthält es Anweisungen zur automatisierten Überprüfung einer konsistenten Nutzung der Stereotypen durch den XGenerator.
- XÖV-Prüfanweisungen
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XÖV-Prüfanweisungen ermöglichen sowohl den Standardisierungsvorhaben als auch der XÖV-Zertifizierungsstelle eine Teilmenge der XÖV-Regelungen mittels XGenerator auf der Basis der XÖV-Produktionsumgebung automatisiert zu prüfen.
- XÖV-Rahmenwerk
- XÖV-Regelungen
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Die XÖV-Regelungen umfassen die XÖV-Konformitätskriterien und die XÖV-Namens- und Entwurfsregeln. Mit den XÖV-Regelungen wird insbesondere das Ziel verfolgt, das dem XÖV-Entwicklungsansatz zugrundeliegende Prinzip der Wiederverwendung bestehender Lösungen in der praktischen Arbeit der XÖV-Vorhaben zu verankern. Sie geben den Vorhaben eine praktische Handlungsgrundlage bei der Verwendung der mit dem XÖV-Standardisierungsrahmen bereitgestellten Komponenten und helfen dabei gleichzeitig, Ergebnisse der Standardisierung strukturell zu vereinheitlichen und somit deren (Wieder-)Verwendung zu vereinfachen.
- XÖV-Standard
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Als XÖV-Standard wird ein Standard bezeichnet, dessen XÖV-Konformität von der XÖV-Koordination zertifiziert wurde.
- XÖV-Standardisierungsrahmen
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Der durch die XÖV-Koordination bereitgestellte XÖV-Standardisierungsrahmen (kurz auch XÖV-Rahmenwerk) ermöglicht die praktische Umsetzung der einzelnen Schritte des XÖV-Entwicklungsprozesses. Er unterstützt damit XÖV-Vorhaben umfassend von der ersten systematischen Ermittlung der fachlichen Anforderungen bis zur letztendlichen Bereitstellung eines XÖV-Standards. Der Standardisierungsrahmen besteht aus einer Reihe von aufeinander abgestimmten XÖV-Regelungen, XÖV-Werkzeugen, XÖV-Bausteinen und XÖV-Infrastrukturkomponenten.
- XÖV-Starterpaket
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Das XÖV-Starterpaket stellt für neue XÖV-Vorhaben einen Einstiegspunkt in die praktische Entwicklung eines XÖV-Standards dar. Es besteht in verschiedenen Editionen für die XÖV-Notationen
classicundliteaus einem XÖV-Fachmodell mit beispielhaften Inhalten, einer aktuellen XÖV-Konfiguration, einem beispielhaften DocBook-Dokument, welches die Grundlage des Spezifikationsdokuments zum Starterpaket darstellt und einem DocBook-Zubehör zur automatisierten Erstellung des Spezifikationsdokuments im PDF-Format. - XÖV-Stereotyp
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Stereotypen ermöglichen die Zuordnung von Klassifikationen und Eigenschaften zu Elementen eines UML-Modells. Die im Rahmen des XÖV-Profils definierten Stereotypen dienen der Anwendung der XÖV-Modellierungssprache in der XÖV-Notation
classicund in diesem Rahmen der technischen Anreicherung eines Fachmodells um Informationen zur Ausgestaltung der Bestandteile eines Standards, insbesondere seiner XSD-Schemas. Die Anwendung der XÖV-Stereotypen steuert damit die Behandlung der Modellinhalte durch den XGenerator, z. B. ob eine UML-Klasse in einen XML-Datentyp oder ein XML-Element resultiert. - XÖV-Vorhaben
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Im Rahmen eines XÖV-Vorhabens wird ein XÖV-Standard zunächst entwickelt und dann betrieben. Das Vorhaben umfasst damit den gesamten Lebenszyklus des Standards.
- XÖV-Zertifizierung
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Die XÖV-Zertifizierung der XÖV-Konformität durch die prüfende Stelle der XÖV-Koordination bestätigt die formale Qualität eines XÖV-Standards.
- XÖV-Zertifizierungsstelle
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Die XÖV-Zertifizierungsstelle bietet allen XÖV-Vorhaben die Möglichkeit, ihren Standard gemäß den XÖV-Konformitätskriterien und den damit einhergehenden XÖV-Namens- und Entwurfsregeln zertifizieren zu lassen.
- XÖV-Übersetzungsanweisungen
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XÖV-Übersetzungsanweisungen bestimmen als Teil der XÖV-Produktionsumgebung die Überführung eines XÖV-Fachmodells und der darin modellierten Inhalte in die Bestandteile eines XÖV-Standards. Sie werden durch den XGenerator automatisiert ausgeführt.